Paint Horse Club Germany

Sommer, Sonne, Hitze - Können wir den Rasensprenger nochmal anmachen? PDF Drucken E-Mail

Bei bombastischem Wetter fand am 10. und 11. Juni auf der Reitanlage des RV Altlünen zum wiederholten Male das Freizeitreitertreffen statt. Das FN Turnier ist offen für alle Reitweisen, Rassen und Leistungsklassen.

 

"Wir hatten schon Sturm und Hagel, aber so ein Wetter hatten wir noch nie!" so die Mitorganisatorin Monika Giesbert. "Wir mussten sogar einige Prüfungen ändern und verkürzen, weil es so heiß ist..."

Oh ja, das war nötig, brannte doch die Sonne von früh bis spät. Die einzige Chance: Bäume! Doch so viele gab es davon leider nicht. Aber die, die da waren wurden genutzt...

Und sportlich gab es auch das ein oder andere zu sehen: Grundlagen Dressurprüfungen, bei denen die einzigen beiden Westernreiter (Sabine Korte auf Paint Black Jack und Anja Ernst auf Paint Pro Secco!) auf den Plätzen zwei und drei landeten, einen Horse&Dog-Trail, Tonnenrennen, bei denen Luftballons zerstochen werden mussten und diesjährig erstmals einen ähnlich wie beim PHCG gerichteten Trail.

Waren in den letzten Jahren die Trails immer auf Zeit geritten worden hatten sich die Veranstalter diesjährig auf die Wünsche der Reiter eingelassen und die Bewertung ähnlich wie bei den Westernverbänden vorgenommen. Nach anfänglicher Skepsis, ob der Ablauf dann nicht ins Stocken gerät bewährte sich das System und es waren einige sehr schöne Ritte zu sehen. Zugleich wurde von der Veranstalterseite erklärt, dass zukünftig alle Trails so gerichtet würden. Gewonnen wurde der Trail schließlich mit einem 76er Score durch Anja Ernst und ihren Paint Pro Secco und dass obwohl die Hindernisse alles außer gewöhnlich waren: Eine gemusterte Plane war ebenso wie ein Flattevorhang im Parcours und - super bei dem Wetter! - auch ein Rasensprenger in Funktion musste durchritten werden. Pro Secco bewies seine coolness und ließ sich von all dem nicht beeindrucken - wie es sich für ein Westernpferd gehört.

Sehr gut angenommen war auch ein Trail an der Hand für alle Pferde, die nich den "normalen" Trail vorgestellt wurden. Dieser war offen für Pferde ab zwei und wurde auch von "Beistellponys" gern angenommen. Auch hier wurde dieses Jahr erstmalig auf "Schönheit" statt auf Zeit gewertet. Und auch hier gab es einige ungewöhnliche Hindernisse, wie z.B. eine Zebrastreifen-Plane auf der Angehalten werden musste.

Die Kostümpaarklasse war in diesem Jahr wieder ein Highlight am Sonntagnachmittag und mit viel Phantasie besetzt. Starlight-Express und die laufende WM, sowie der Zauberwald inspierirten die Reiter, so dass eine Ergbnissfindung nicht einfach war...

Schaubilder zum Thema Voltigieren und auch eine Vorführung zur Ausbildung eines Westernpferdes rundeten das Programm ab.

Anja Ernst zeigte mit ihrem Paint Pro Secco wie sich Sport und Freizeitreiterei verbinden lassen und dass beides nicht im Widersrpuch steht. Bei der Bodenarbeit angefangen erklärte sie den Weg von einem Jungpferd zu einem vielseitigen Allrounder, der nicht nur in den Westernreitdisziplinen zu Hause ist, sondern auch ohne alles über Tonnen springt und das ein oder andere Kunstsück beherrscht. Vor dem überwiegend Klassisch Reitendem Publikum erklärte sie, dass sich Westernreiten durchaus nicht nur durch hängende Zügel auszeichnet und auch die Westernkandarre erst dann ins Maul gehört, wenn das Pferd so weit ist...

Die Preise wie immer Human und die Paddocks und Camping wie immer kostenlos hat es wieder sehr viel Spaß gemacht. Nur die Siegprämie für den Trail war an diesem Tag etwas unangebracht: Eine Fleece Abschwitzdecke.  Aber immerhin gab es für 7 Euro Startgeld für jeden Platzierten auch einen Sachpreis!

Wir freuen uns auf das nächste Jahr, gerne 10 Grad kühler!

 
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